Preisträger des Lebenswerk-Preises

 

Preisträger des Lebenswerk-Preises

Die bisherigen Preisträger des Wilhelm von Humboldt-Preises für ein linguistisches Lebenswerk sind (in umgekehrter chronologischer Reihenfolge):

 

  • 2018: Prof. Dr. Wolfgang Klein

    Preisträger Wolfgang Klein hält eine Rede.
    Die Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft verlieh am 7.3.2018 auf ihrer Jahrestagung an der Universität Stuttgart den Wilhelm von Humboldt-Preis für ein linguistisches Lebenswerk an Prof. Dr. Wolfgang Klein.


    Der Preisträger ist ein Pionier in vielen Teilgebieten der Sprachwissenschaft. Er arbeitet zu den Themen Zweitsprachenerwerb, Tempus, zur Intonation, Textlinguistik und Computerlinguistik. Er ist ein umfassend gebildeter Gelehrter, dessen Denken immer wieder etablierte Grenzen überschritten hat.




  • 2016: Frau Prof. Dr. Marga Reis

    Preisträgerin Marga Klein hält eine Rede.Die Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft verlieh am 24.2.2016 auf ihrer Jahrestagung an der Universität Konstanz den Wilhelm von Humboldt-Preis 2016 für ein linguistisches Lebenswerk an Frau Prof. Dr. Marga Reis.

    Die Preisträgerin hat über viele Jahrzehnte die sprachwissenschaftliche Forschung in Deutschland im Bereich Syntax und Grammatik-Pragmatik-Verhältnis entscheidend geprägt.  Neben ihrer eigenen Lehr- und Forschungstätigkeit hat sie in vielen verschiedenen Institutionen und Funktionen am Auf- und Ausbau der Sprachwissenschaft in Deutschland führend mitgewirkt. So war sie z.B. fast 20 Jahre in der Leitung von linguistischen Sonderforschungsbereichen tätig. Auch in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat sie Herausragendes geleistet, wie die große Zahl ihrer inzwischen professoralen Schülerinnen und Schüler belegt. Die DGfS ehrt mit Marga Reis eine hervorragende Wissenschaftlerin, die sich fachlich und menschlich größter Anerkennung erfreut.


     

  • 2014: Herr Prof. Dr. Dieter Wunderlich

    Die Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) verlieh am 5.3.2014, auf ihrer Jahrestagung 2014 an der Philipps-Universität Marburg, den Wilhelm von Humboldt-Preis für ein sprachwissenschaftliches Lebenswerk an Prof. Dr. Dieter Wunderlich.

    Professor Wunderlich ist einer der wichtigsten Wegbereiter der theoretischen Linguistik in Deutschland. Seine Forschungsthemen umfassen das gesamte Spektrum linguistischer Themen. Als Universalist im besten Sinne hat er daher wichtige Grundlagen für das Fach gelegt. Auf diese Weise hat er auch über die eigenen Veröffentlichungen hinaus sehr viele sprachwissenschaftliche Arbeiten angeregt: Seine Begeisterungsfähigkeit hat viele Studierende begeistert, viele Forschungsarbeiten begleitet und viele Kollegen inspiriert.


  • 2012: Herr Prof. Dr. Manfred Bierwisch

    (V.l.n.r.) Laudator Manfred Krifka, Preisträger Manfred Bierwisch, die Preisträgerinnen Annika Herrmann und Diana Forker Am 7. März 2012 wurde Prof. Dr. Manfred Bierwisch im Rahmen der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) in Frankfurt am Main der erste Wilhelm-von-Humboldt-Preis für das Lebenswerk verliehen.

     

    Die DGfS ehrt hiermit eine Forscherpersönlichkeit, die wie keine andere in Deutschland die Sprach- und Grammatikforschung in nahezu allen ihren Bereichen beeinflusst hat. 

     

    Unser Bild zeigt (v.l.n.r.): Den Laudator Manfred Krifka, den Preisträger Manfred Bierwisch, den 1. Vorsitzenden Jürgen Lenerz und die Preisträgerinnen Annika Herrmann und Diana Forker.


     Manfred Bierwisch, 1930 in Halle geboren, promovierte 1961 in Leipzig mit einer noch heute maßgebenden Studie zur Syntax des Deutschen. Unter höchst schwierigen Bedingungen entstanden am Zentralinstitut für Sprachwissenschaft der Akademie der Wissenschaften der DDR Werke, die auch in Westdeutschland und darüber hinaus großen Einfluss gewannen – so der Kursbuch-Artikel zum Strukturalismus und Beiträge zur Phonologie, Prosodie und Morphologie des Deutschen, aber auch zur Theorie der Sprechakte, zur Psycholinguistik und zur Beziehung von Sprachstruktur und Musik. Mit der Entwicklung des Modells der Zwei-Ebenen-Semantik hat Bierwisch auch der Bedeutungsforschung wesentliche Impulse gegeben, zum Beispiel für unser Verständnis der metaphorischen und metonymischen Sprachverwendung und der Bedeutung von Adjektiven, von Präpositionen und von Vergleichskonstruktionen.

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